Hanna Piotter, LJR

12.Oktober.2005

Würdiger Abschluss des Niedersächsischen Förderprogramms „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit” 

Über 100 Gäste waren im Stadtteilzentrum KroKuS in Hannover zusammengekommen, denn gestern fand die Abschlussveranstaltung des Förderprogramms „Lebensweltbezogene Mädchenarbeit” statt.

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Nach der vierjährigen Laufzeit des Förderprogramms hieß es: zurückblicken, Bilanz ziehen, einen Ausblick wagen und auch: Abschied nehmen.

 

Der Vormittag war für den fachlichen Teil vorgesehen. Prof. Dr. Hildegard Mogge-Grotjahn von der Evangelischen Fachhochschule in Bochum befasste sich in ihrem Vortrag mit dem „Gender-Dschungel”. Aus ihrer Sicht ist „Gender Mainstreaming” ein durchaus notwendiges, allein aber nicht hinreichendes und unter Umständen sogar gefährliches Instrumentarium zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit. Es müsse neben dieser politischen Strategie im „Top-Down-Prozess” auch weiterhin ein „Bottom-Up” geben: partizipativ gestaltete Mädchen- und Jungenarbeit.

 

Nach einem von Olaf Jantz (Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit in Niedersachsen) gewährten Einblick in die interkulturelle Jungenarbeit wurden die Instrumente der Qualitätssicherung vorgestellt. Unter Beteiligung aller Akteurinnen wurde noch einmal der gesamte Ablauf sowie das Innovationspotenzial der Qualitätssicherung und -steuerung dargestellt.

 

Pünktlich zur Mittagspause wurde die Abschlussdokumentation Donna Lotta special edition als letzter gemeinsamer Schatz aus der Schatzkiste gehoben. Auf 120 Seiten ist die Arbeit der Mädchenreferentinnen und der Vernetzungsstelle dokumentiert und ausgewertet worden.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung sprachen neben Vertreterinnen aus Verwaltung, Wissenschaft und Jugendhilfe alle jugendpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Landtagsfraktionen. Sie formulierten Gute Wünsche für die Mädchenarbeit in Niedersachsen und bedankten sich gleichzeitig für das starke Engagement und die vielfältigen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen im Programm. Dabei waren sich alle vier Fraktionen einig, dass jener Stein, der ins Rollen gebracht wurde und jahrelang von den Mitarbeiterinnen im Programm in Bewegung gehalten wurde, nicht zurückrollen darf. Es wird aktuell im Landtag darüber beraten, wie das Thema Gender in der Kinder- und Jugendhilfe weiter bearbeitet werden kann.

 

Bilder von der Veranstaltung hier!

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